Sicherer Stopp bei fehlerhaften Abläufen: Neue Eintritte müssen separat gesperrt werden, um Schäden zu vermeiden.; Wartende Kontakte und Versandvorgänge müssen einzeln überprüft werden.; Der Wiederanlauf erfordert kontrollierte Prüfung aller betroffenen Vorgänge.
Bild: Marketingfluss

Workflows

Teil von Fehler in Marketing-Automationen behandeln

Einen sicheren Stopp für fehlerhafte Abläufe vorsehen

Planen Sie, wie ein fehlerhafter Marketing-Ablauf angehalten, seine Restwirkung geprüft und sein Wiederanlauf entschieden wird.

Ein sicherer Stopp begrenzt neue schädliche Aktionen und zeigt, was bereits unterwegs ist. Legen Sie vor einem Vorfall fest, wer ihn auslösen darf, welche Ablaufteile er erfasst und wie seine Wirkung geprüft wird.

Die richtige Ebene anhalten

Ein Marketing-Ablauf kann neue Eintritte, wartende Kontakte, laufende Aktionen und einen getrennten Versanddienst umfassen. Entscheiden Sie nach dem Fehlerbild, welche Ebene gesichert werden muss. Eine Sperre neuer Eintritte stoppt weder zwangsläufig bereits wartende Kontakte noch schon eingeplante Sendungen.

Prüfen Sie für das konkret eingesetzte Werkzeug getrennt, ob neue Eintritte blockiert, wartende Kontakte angehalten und bereits an den Versanddienst übergebene Sendungen zurückgehalten werden. Dokumentieren Sie für jede Ebene, welche Kontakte weiterlaufen und welche Aktionen sich noch stoppen lassen.

Sperre auf verschiedenen Ebenen: Was wird tatsächlich gestoppt?

Ebene
Neue Eintritte
Wartende Kontakte
Nicht automatisch gestoppt – muss explizit pausiert werden.
Laufende Aktionen
Kann durch manuelle Intervention unterbrochen werden.
Versanddienst (z. B. Email-Queue)
Sendungen können bereits im Versanddienst verbleiben und müssen separat zurückgehalten werden.

Die Stoppfolge vorbereiten

  1. Auslöser und Befugnis festlegen:Benennen Sie verantwortliche Person und Vertretung. Ein möglicher Fehlversand oder eine fehlerhafte zentrale Regel kann einen sofortigen Stopp erfordern.
  2. Neue Wirkung begrenzen:Unterbinden Sie neue Eintritte oder weitere Aktionen an der passenden Stelle. Prüfen Sie bei möglichem Fehlversand zusätzlich den Versanddienst.
  3. Restbestand erfassen:Trennen Sie wartende, laufende, bereits abgeschlossene und im Versanddienst eingeplante Vorgänge. Halten Sie Zeitpunkt und betroffene Ablaufversion fest.
  4. Wirkung prüfen:Kontrollieren Sie, ob nach dem Eingriff noch neue Aktionen oder Sendungen entstehen. Die Anzeige „pausiert“ allein belegt keinen vollständigen Versandstopp.
  5. Offene Entscheidungen zuweisen:Bestimmen Sie, wer über wartende Kontakte, unklare Sendungen und inzwischen geänderte Daten entscheidet.

Welche Eingriffe technisch verfügbar sind, hängt vom Werkzeug und seiner Konfiguration ab. Verlassen Sie sich deshalb nicht auf eine einzelne Statusanzeige, sondern prüfen Sie für jede Ebene gesondert, welche Wirkung ein Stopp tatsächlich entfaltet.

Den Wiederanlauf getrennt entscheiden

Beheben Sie die Ursache und prüfen Sie dann jeden betroffenen Vorgang. Sind Inhalt, Daten und Versandvoraussetzungen noch aktuell? Wurde die Nachricht möglicherweise schon gesendet? Welche Wartezeiten sind abgelaufen?

Erfassen Sie vor dem Fortsetzen, welche Kontakte noch offen sind, welche Wartezeiten abgelaufen sind und welche Sendungen bereits ausgelöst wurden. Entscheiden Sie anhand dieser Prüfung, welche Vorgänge weiterlaufen können und welche zunächst zurückgehalten werden müssen.

Geben Sie den Ablauf erst nach einer kontrollierten Prüfung frei und beobachten Sie die ersten neuen Vorgänge. Entscheiden Sie für ältere offene Fälle gesondert, ob sie nachgeholt, korrigiert, ausgenommen oder manuell geklärt werden.

Prüfliste: Wiederanlauf eines fehlerhaften Ablaufs

  • Ursache behoben?Ja / Nein
  • Inhalt, Daten und Versandvoraussetzungen aktuell?Ja / Nein
  • War die Nachricht bereits gesendet?Ja / Nein
  • Abgelaufene Wartezeiten erkannt?Ja / Nein
  • Offene Fälle entschieden?Nachgeholt / Korrigiert / Ausgenommen / Manuell geklärt

Mehr aus Workflows

Freigaben

Einen Schritt ohne doppelte Nachricht erneut ausführen

Prüfen Sie den ersten Versandversuch, sichern Sie den Vorgangsstatus und holen Sie nur tatsächlich offene Nachrichten nach.