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Teil von Fehler in Marketing-Automationen behandeln

Einen Schritt ohne doppelte Nachricht erneut ausführen

Prüfen Sie den ersten Versandversuch, sichern Sie den Vorgangsstatus und holen Sie nur tatsächlich offene Nachrichten nach.

Starten Sie einen fehlgeschlagenen Nachrichtenschritt erst dann neu, wenn der erste Versuch geklärt ist oder ein wirksamer Schutz gegen doppelte Verarbeitung greift. Ist das Ergebnis unbekannt, halten Sie den Vorgang zurück und prüfen den Versanddienst. Ein neuer Durchlauf des gesamten Workflows kann frühere Aktionen wiederholen.

Die beabsichtigte Nachricht kennzeichnen

Vergeben Sie jedem beabsichtigten Versand eine stabile Vorgangskennung. Sie muss einen legitimen neuen Versand von einem technischen Wiederholungsversuch unterscheiden.

Halten Sie außerdem die Workflow-Ausführung und, falls verfügbar, die Kennung der Sendeanforderung fest. Bewahren Sie den Status des Vorgangs auf.

Unterscheiden Sie mindestens zwischen noch nicht angefordert, angefordert mit unklarem Ergebnis, vom Versanddienst angenommen und nachweislich gesendet oder endgültig fehlgeschlagen. Verwenden Sie nur Statusangaben, die Ihr System tatsächlich belegen kann.

Den ersten Versuch prüfen

  1. Suchen Sie den ersten Vorgang anhand der verfügbaren Kennungen im sendenden System.
  2. Ist die Nachricht nachweislich gesendet, lösen Sie sie nicht erneut aus. Ist nur die Annahme bestätigt, prüfen Sie den späteren Sendestatus.
  3. Ist ein endgültiger Fehlschlag belegt, beheben Sie die Ursache und prüfen Sie Empfänger, Inhalt sowie die aktuell geltenden Versandvoraussetzungen. Nutzen Sie dann einen gezielten Nachholweg, falls Ihr System ihn unterstützt.
  4. Bleibt das Ergebnis unbekannt, geben Sie den Vorgang zur Klärung. Eine fehlende Antwort ist kein Beleg für einen fehlenden Versand.

Eine Kennung allein verhindert keinen Doppelversand. Sie hilft nur, wenn die empfangende Komponente oder eine vorgeschaltete Integration wiederholte Anfragen anhand dieser Kennung erkennt und den Vorgangsstatus zuverlässig speichert. Ob Ihr Anbieter das unterstützt, prüfen Sie für dessen konkrete Schnittstelle.

Statusvergleich: Unterschiede zwischen verschiedenen Nachrichtenstatus

Nachweislich gesendet
Kein erneuter Versand erforderlich. Status ist endgültig.
Angefordert, aber Ergebnis unbekannt
Sendestatus nachträglich prüfen. Kein automatischer Nachholversand.
Endgültig fehlgeschlagen
Ursache beheben, Empfänger, Inhalt und Voraussetzungen prüfen. Gezielten Nachholweg nutzen, falls verfügbar.
Keine Antwort vom Versanddienst
Kein Beleg für Fehlschlag. Nicht automatisch als Fehler werten.

Gleichzeitige Versuche verhindern

Zwei Ausführungen können denselben Vorgang nahezu gleichzeitig übernehmen. Deshalb müssen die Reservierung der Kennung und die Entscheidung zum Versand gegen parallele Übernahme geschützt sein.

Ein nachträglicher Blick in eine Liste genügt nicht. Fehlen eine verlässliche Reservierung oder Statusabfrage, behandeln Sie unklare Fälle manuell.

Nur offene Vorgänge nachholen

Prüfen Sie vor dem Neustart, welche früheren Schritte bereits ausgeführt wurden. Sonst können neben Nachrichten auch Tags, Aufgaben oder Zuweisungen doppelt entstehen.

Bei größeren betroffenen Mengen erstellen Sie eine Liste der tatsächlich offenen Vorgänge. Geben Sie diese kontrolliert frei und prüfen Sie danach den Sendestatus im zuständigen System.

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