
Datenqualität
Teil von Fehler in Marketing-Automationen behandeln
Wiederholbare Fehler von ungültigen Daten trennen
Erkennen Sie, wann ein neuer Versuch sinnvoll ist, wann Daten korrigiert werden müssen und wann ein Ergebnis erst geklärt werden muss.
Ein neuer Versuch ist sinnvoll, wenn ein Fehler ohne Änderung der Eingabe verschwinden kann und die Aktion sicher wiederholbar ist. Fehlt ein Pflichtwert oder ist ein Feld ungültig, korrigieren Sie die Eingabe oder Regel. Bleibt die Wirkung einer Aktion unklar, prüfen Sie zuerst das Zielsystem.
Den ersten Fehler finden
Öffnen Sie die betroffene Ausführung und suchen Sie die erste tatsächlich fehlgeschlagene Aktion. Spätere Schritte können lediglich wegen ihrer Abhängigkeit von ihr übersprungen sein. Notieren Sie Eingabe, Antwort, Zeitpunkt und Zielsystem. Fragen Sie, ob dieselbe Eingabe unter denselben Bedingungen erneut scheitern würde.
HTTP-Codes sind Hinweise, keine vollständige Diagnose. Microsoft nennt für Power Automate etwa 400 bei möglicherweise fehlerhafter Konfiguration, 401 und 403 bei Zugriffsproblemen sowie 500 und 502 bei möglicherweise vorübergehenden Dienstfehlern. Eine gedrosselte Aktion ist ebenfalls ein möglicher Fehlerfall.
Lesen Sie zusätzlich die konkrete Antwort des Connectors. Ein Zugriffsproblem wird durch wiederholtes Senden ohne Korrektur gewöhnlich nicht behoben.
Häufige HTTP-Codes bei Flow-Fehlern
- 400Möglicherweise fehlerhafte Konfiguration
- 401 / 403Zugriffsprobleme (Authentifizierung/Authorisierung)
- 500 / 502Vorübergehende Dienstfehler
- DrosselungAnfragebegrenzung durch den Dienst
Drei Ausgänge festlegen
Begrenzt erneut versuchen: Der Dienst ist vorübergehend nicht erreichbar oder begrenzt Anfragen. Die Aktion muss für einen neuen Versuch geeignet sein; bei Nachrichten ist die mögliche Sendewirkung zuerst abzusichern. Legen Sie Höchstzahl und Abstände fest und berücksichtigen Sie Wiederholungen, die das Werkzeug bereits ausführt.
Zur Korrektur geben: Ein erforderlicher Wert fehlt, hat ein unzulässiges Format oder wird falsch zugeordnet. Bewahren Sie den betroffenen Vorgang auf und benennen Sie das Feld oder die Regel. Beurteilen Sie ihn nach der Korrektur erneut.
Ergebnis manuell klären: Nach einer Anfrage bleibt die Antwort aus und die Wirkung ist nicht erkennbar. Prüfen Sie den Vorgang im Zielsystem, bevor Sie eine weitere Nachricht auslösen.
Ausgänge bei Fehlern in automatisierten Workflows
- Begrenzt erneut versuchenVorübergehende Erreichbarkeit oder Drosselung. Wiederholung nur bei geeigneten Aktionen (z. B. Nachrichtenversand). Max. Versuche und Abstände festlegen.
- Zur Korrektur gebenFehlender Pflichtwert, ungültiges Format oder falsche Zuordnung. Feld oder Regel korrigieren und erneut prüfen.
- Ergebnis manuell klärenKeine Antwort vom Zielsystem. Prüfen Sie den Vorgang im Zielsystem (z. B. Salesforce) vor weiteren Aktionen.
Beispiel: eine Begrüßungsnachricht
Bei einem Formular ohne erforderliche E-Mail-Adresse ist zunächst der Datensatz zu prüfen. Bei einer vorübergehenden Begrenzung durch den Versanddienst kann ein späterer Versuch sinnvoll sein, sofern doppelte Sendungen verhindert werden. Bricht die Verbindung nach der Anfrage ab, ist der Versandstatus offen: Der Abbruch beweist weder Erfolg noch Misserfolg. Halten Sie für Ihren eigenen Ablauf fest, welche Antworten tatsächlich zu welchem Ausgang führen.
Prüfliste: Wann ist ein neuer Versuch sinnvoll?
- E-Mail-Adresse im Formular vorhanden?Ja / Nein – falls Nein: Korrektur erforderlich.
- Versanddienst vorübergehend begrenzt?Ja / Nein – falls Ja: Neuer Versuch mit Doppelversandvermeidung möglich.
- Verbindung abgebrochen, aber keine Antwort erhalten?Ja / Nein – falls Ja: Ergebnis manuell klären, kein automatischer Erfolg.
Die Zuordnung aktuell halten
Dokumentieren Sie je fehleranfälligem Schritt die erforderliche Eingabe, geeignete Wiederholungsfälle, die Grenze der Versuche und die zuständige Person. Prüfen Sie die Zuordnung nach Änderungen an Connectoren oder Feldregeln. Ein Fehler nach dem letzten vorgesehenen Versuch muss als offener Fall sichtbar bleiben.

